Jury-Entscheid zum Bürgerhaus: Kulturpalast hat das Rennen gemacht.
Harburg. Die Jury hat entschieden: Der Kulturpalast Billstedt soll das Bürgerhaus Harburg (aktuell Rieckhof Kulturzentrum) übernehmen. Das ist nach Informationen von besser-im-blick das Ergebnis der Jury-Sitzung, die gestern Abend im Harburger Rathaus tagte.
Für den Kulturpalast Billstedt gestimmt haben sollen die Verwaltung, die SPD und die Grünen, die CDU und die AfD* – und damit die Mehrheit der Jury. Das Nachsehen haben das Bürgerhaus Wilhelmsburg, die Kulturgenossenschaft Dreifalt und das i-Netzwerk. Und auch die Elbe-Werkstätten, deren Bewerbung ursprünglich von der SPD begrüßt worden war.
Von der SPD war zu den Gründen nichts zu erfahren. Aber: „Die Ergebnisse der Jurysitzung werden den Fraktionen und Parteien zugeleitet und dort bewertet werden“, sagte SPD-Parteichef Sören Schumacher auf Nachfrage von besser-im-blick. Dann soll die Bezirksversammlung entscheiden.
Kulturpalast hatte sich mit einem guten Konzept beworben
Die Entscheidung für den Kulturpalast ist nicht aus der Luft gegriffen. Unter den Bewerbungskonzepten, die besser-im-blick vorliegen, ist das Konzept des Kulturpalastes vorne mit dabei. Schließlich haben sie auch jahrelange Erfahrung im Bereich der Kultur.
Allerdings: Ein Wissen und Verständnis von Harburg, das geht noch etwas. Auch bei der Vorstellung vor der Jury soll dies bemerkt worden sein.
So ist es nun am Kulturpalast dafür zu sorgen, dass das Haus keine Filiale von Billstedt wird. Sondern ein eigenständiges Haus, mit einem auf Harburg zugeschnittenen Kulturprogramm.
Wie geht es mit Elbe-Werkstätten weiter?
Ungeklärt ist auch noch, wie es jetzt mit den Elbe-Werkstätten weitergeht, die die Rieckhof Kneipe betreiben und die Hausmeistertätigkeiten im Rieckhof verrichten. Dass die Elbe-Werkstätten dort weiter wirken sollen, war auch Teil der Ausschreibung für das Bürgerhaus.
Eine Möglichkeit wäre sicherlich, obwohl sich beide um das Haus beworben haben, die Kompetenzen zu bündeln und das Haus – in welcher Art und Weise auch immer – gemeinsam zu betreiben. Auch sollte geklärt werden, wie die programmatischen Punkte des Rieckhofs, die in der Vergangenheit für den guten Ruf des Hauses über Harburg hinaus gesorgt haben, in einem neuen Programm aufgehoben werden können.
*Dass die CDU und die AfD auch für den Kulturpalast gestimmt hatten, wurde der Redaktion erst nach Veröffentlichung des Artikels zugetragen. Wir haben dies ergänzt.