Rieckhof: SPD startet Gesprächsinitiative mit Trägerverein
Harburg. Es kommt Bewegung in die Sache des Kulturzentrum Rieckhof. Sah es zunächst so aus, als seien die Fronten verhärtet, so erfuhr besser-im-blick jetzt, dass es Gespräche zwischen SPD und dem Rieckhof-Trägerverein geben soll. Und die Initiative dazu kommt von der SPD. „Wir wollen zeitnah unvoreingenommene Gespräche führen“, erklärte der stellvertretende Harburger
SPD-Parteivorsitzende Sören Schumacher gegenüber besser-im-blick. Über mehr hüllte sich Schumacher in Schweigen.
Rieckhof-Geschäftsführer Jörn Hansen zeigt sich erfreut über darüber. „Wir sind jederzeit und gerne für Gespräche über die Zukunft des Rieckhofs bereit“, begrüßt Hansen die Entwicklung.
Klar ist: Beide müssen sich bewegen. Aber vielleicht ist der Graben auch gar nicht so groß. Die SPD möchte anscheinend, dass es mehr und explizitere Angebote für junge Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund im Rieckhof gibt. Dagegen scheint sich der Rieckhof auch nicht zu sträuben, sagt aber, dass dafür ein Ausbau des Rieckhofs sowohl baulicher als auch personeller Art nötig ist, um dies zusätzlich zum jetzigen Programm zu leisten.
Als (eine) Grundlage für ein solches Gespräch und was im Rieckhof in Zukunft geschehen soll kann bei den Gesprächen der Entwurf des Zukunftskonzept 2020-2029 dienen, das der Rieckhof schon vor rund eineinhalb Jahren vorlegte, und über das bisher noch nicht gesprochen wurde. besser-im-blick hat dieses Konzept zur allgemeinen Information und Diskussion hier als PDF zum Download veröffentlicht.
„Kultur-Dezernentin“ sieht Entscheidungskompetenz rein in der Verwaltung
Die Gespräche und den Anspruch der SPD, dass die Frage um die Zukunft des Rieckhofs politisch geklärt werden muss, dürften nicht allen passen. So hatte Harburgs „Kultur-Dezernentin“ Dr. Anke Jobmann gegenüber „Harburg-Aktuell“ noch am Freitag vergangener Woche erklärt: „Das Gebäude gehört zum sogenannten Verwaltungsvermögen des Bezirks. Das Geld für den Betrieb kommt aus dem Einzelplan des Bezirksamtes." Und damit die Entscheidung über Wohl und Wehe des Rieckhof als alleinige Angelegenheit der Verwaltung erklärt.
Und die hatte sich, wie bisher bekannt ist, ziemlich rüde gegenüber dem Rieckhof gezeigt und erklärt, ihm ab Januar die Zuwendungen komplett zu entziehen. Das sich nun die Politik einmischt und offensichtlich die Linie der „Kultur-Dezernentin“ nicht teilt, dürfte ein Rückschlag für die immer noch nicht offen auf den Tischgelegten Gründe und Vorhaben aus dem Bezirksamt in Sachen Rieckhof sein.