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Rieckhof als Location: Jetzt ist es aus und vorbei

Harburg. Das Kulturzentrum Rieckhof ist Geschichte: Gestern am Dienstag wurde das Schild über dem Eingang abmontiert. „Das war heute ein historischer Tag für Harburg“, sagte Rieckhof-Geschäftsführer Jörn Hansen gegenüber besser-im-blick. „Frau Jobmann nebst den Grünen und der ehemaligen SPD-Führung hat eine sehr erfolgreiche Kulturinstitution zerstört.“

Das Haus wurde auch besenrein gemacht, um es morgen an den Bezirk übergeben. Besenrein heißt: Fast nichts verblieb in dem Haus, denn der Großteil der Einrichtung gehört dem Verein.

Lockte das Bezirksamt Bewerber mit falschen Tatsachen?

Das stellt das Bezirksamt vor ein großes Problem: In der Ausschreibung für ein „Bürgerhaus Harburg“ hat es den Bewerbern vollmundig versprochen, es warte ein eingerichtetes Haus auf den strahlenden Gewinner. Hätte man sich mal vorher erkundigt, wie die Eigentumsverhältnisse real aussehen. Aber wo das Bezirksamt schon mal so richtig in Fahrt war, den Rieckhof abzuschaffen, wollte man sich wohl um solche Nebensächlichkeiten nicht kümmern. Nun bleiben wohl nur zwei Möglichkeiten für das Bezirksamt: einen deutlich sechsstelligen Betrag für eine neue Einrichtung ruaszurücken oder als Lügner dastehen, der unter Vorspiegelung falscher Tatsachen potientielle Bewerber angelockt hat.

Der Rieckhof ist tot - es lebe der Rieckhof

Unterkriegen lässt sich Hansen aber nicht. Denn der Rieckhof wird mobil. In unterschiedlichen Locations soll es „Live und im Herzen Harburgs“ weitergehen. Dafür gibt es auch schon ein Logo:

Der Rieckhof wird mobil. | Foto: ein

Harburger Literaturtage SuedLese starten in die letzte Woche

Harburg. Endspurt für die SuedLese! Auf einem Laster, einem Sandberg, unter einem Kirschbaum oder am Fenster – im Süden Hamburgs luden zum 7. Male die SuedLese-Literaturtage zu Angeboten rund um die Literatur ein und hunderte von Menschen von 4 bis über 80 Jahren genossen trotz oft sommerlichen Wetters das Lesen in Präsenz.

Nun neigt sich der Wonnemonat Juni und auch die SuedLese dem Ende und hat doch noch einige Überraschungen parat. Über vier Wochen stand die Literatur in all ihren Facetten im Fokus des Hamburger Südens. Nun geht e sin den Endspurt und ist auch die letzte Woche wieder vollgepackt mit literarischen Highlights.

So öffnet gleich heute am Montag beim Poesie-Studiengang von Professorin Kerstin Hof in der Medical School Hamburg im Harburger Hafen das SchreibAtelier. Auch am letzten Unterrichtstag sind an einem Diskurs Interessierte herzlich willkommen.

Morgen um 18 Uhr geht es dann in den Kunstverein Harburger Bahnhof über dem Fernzuggleis 3. Dort liest die sonst als Bildende Künstlerin tätige Felisha Maria aus Trinidad aus ihrer aktuellen Arbeit „Drawing Breath“. Und am selben Abend um 20 Uhr geht es in der Genossenschaftskneipe „Zur Stumpfen Ecke“ in der Rieckhoffstraße 14 um eben „Die wilden Harburger Kneipen der 60er und 70er Jahre“.

„Vielleicht verwächst es sich“ ist der Titel des neuen Buches von Bettina Strang, die am Mittwoch, 29. Juni um 20 Uhr im Lokal „Wasserturm & Feuerteufel“ in Moorburg liest. Die Suedlese endet dann am Donnerstag, 30. Juni um 19.30 Uhr in der Bücherhalle Harburg mit einer Lesung von Tobias Friedrich und seinem Buch „Der Flussregenpfeifer“.

Mehr Informationen gibt es hier auf der Website der SuedLese.

Rieckhof: Time To Say Goobye

Harburg. Ein bisschen Traurigkeit, ein bisschen Wehmut, aber auch viel Freude an der Musik und den Erinnerungen an hier verbrachte Zeit: Am Samstag gab es das große Rieckhof-Abschiedskonzert „Time To Say Goodbye“ in dem Saal, in dem der Verein seit 38 Jahren zahlreiche Konzerte, Theateraufführungen, Comedy und viele Events mehr veranstaltet hatte. Und es waren viele Künstler und Freunde gekommen, um dem Kulturzentrum Rieckhof goodbye zu sagen.

Den Auftakt machten Rhythm and Slide. Ihnen folgten die Working Advocats um Anwalt Harald Muras. Der ehemalige Vorsitzende der Harburger SPD ist auch der Anwalt des Vereins, um diesen gegenüber Auch Harald Muras, ehemaliger SPD-Kreisvorsitzender und Anwalt des Rieckhof gegenüber dem Bezirksamt, trat mit seinen Working Advocats auf. | Foto: Sören Noffzder Verwaltung in allem zu vertreten, was das Verfahren um die Abwicklung des Rieckhof abgeht - wie man hört sehr zur Freude seiner Parteigenossen, die an der Abschaffung - vornehmlich durch politische Untätigkeit - mitgewirkt hatten.

Guido Plüschke und Bernd Haseneder brachten als Irish Gathering Duo die Stimmung der grünen Insel in den Rieckhof. Ebenso wie später Larry Mathews und Bernd Haseneder. Danach heizten Wolf Kemper, Wolfgang Jensen, Jens Bergeest und Ronja den Gästen ein. Auch die Harburger Urgestein-Band Delta Doppelkorn Bluesband mit Lars Hansen war natürlich an diesem Tag zu Gast im Rieckhof. | Foto: Niels KrellerUnd zum Abschluss wurde es wieder „laut und dreckig“: Die Delta Doppelkorn Bluesband verneigte sich mit einigen Songs vor dem Rieckhof, in dem auch sie einige Auftritte hatten.

Leider gab es ein paar coronabedingte Absagen. So traf es Peter Schuldt, weshalb der Leiter des Gospel Train mit seinem Chor nicht mit dabei sein konnte. Auch Harburgs Hafenbarden Werner Pfeifer hatte es erwischt. Beide zeigten sich traurig darüber. „Ich wäre gerne aufgetreten! Hut ab vor der Leistung von Jörn Hansen. Er hat ein großes Stück Harburger Kulturgeschichte mitgeschrieben“, sagte Werner Pfeifer.

Peter Schuld betonte gegenüber besser-im-blick, wie viel ihm dieser Auftritt bedeutet hätte. „Ich habe dem Rieckhof viel zu verdanken“, sagt Peter Schuldt. „Seit 1988 konnte ich dort immer Konzerte gegeben und der Rieckhof hat uns immer unterstützt. Auch während Corona konnten wir im Rieckhof proben, wo wir die nötigen Abstände einhalten konnten. Das hat den Chor gerettet. So stelle ich mir gelungene Stadtteilarbeit vor. Da hätte ich gerne etwas zurückgegeben.“

„Die Leute waren begeistert!“

Rieckhof-Geschäftsführer Jörn Hansen zeigte sich von dem Tag begeistert: „Mir hat das – abgesehen natürlich vom Anlass – sehr gut gefallen. Die Leute haben sich, glaube ich, gefreut und es hat wieder gezeigt, wie gut wir mit den Rieckhof Geschäftsführer Jörn Hansen (links) und Rieckhof-Fotograf Tom Jewutis hatten trotz des traurigen Anlass auch Spaß an dem Tag. | Foto: Niels KrellerElbe Werkstätten zusammenarbeiten, um so einen Tag auf die Beine zu stellen. Dafür braucht man eben viele Menschen.“

Auch seien viele auf ihn zugekommen und hätten ihr Entsetzen über das Ende zum Ausdruck gebracht und erzählt, wie lange sie sich schon hier wohlfühlen würden. „Viele haben gesagt, was das für ein Verlust ist“, so Hansen. „Wegen des vielfältigen Programms für Jung und Alt und auch deshalb, weil sie sich hier angenommen fühlen.“

Wie geht es nun weiter?

Wie es nun weitergeht, ist ungewiss. Zwar hat der Kulturpalast Billstedt im Interessenbekundungsverfahren für ein sogenanntes Bürgerhaus Harburg den Zuschlag bekommen. Allerdings wird er wohl nicht, wie geplant und vom Bezirksamt in der Ausschreibung zugesagt, eine voll eingerichtete Stätte übernehmen können. Denn nahezu das komplette Inventar gehört nicht der öffentlichen Hand, wie die Verwaltung, aus welchen Gründen auch immer wohl dachte, sondern dem jetzigen Träger. Weshalb dem neuen Träger wohl nur ein leeres Haus übergeben werden wird.

Dies scheint mittlerweile auch im Harburger Bezirksamt angekommen zu sein: „Dem Trägerverein steht es als Eigentümer grundsätzlich zu, mit den in seinem Eigentum befindlichen Gegenständen nach Belieben zu verfahren“, antwortete Pressesprecher Dennis Imhäuser auf Nachfrage von besser-im-blick, wie die Auffassung des Rechtsamtes zu dieser Frage sei. „Soweit Inventar aus öffentlichen Mitteln - d.h. Zuwendungsmitteln - angeschafft wurde, bestehen an diesem Ansprüche des Bezirksamts Harburg. Aktuell wird anhand der vorhandenen Unterlagen sowie im Austausch mit dem Trägerverein geprüft, welche Gegenstände dies betrifft“, so Imhäuser weiter. Ob der Kulturpalast darüber glücklich sein wird, wo doch die Bezirksverwaltung in der Ausschreibung anderes versprochen hatte, ist doch höchst fraglich.

Am kommenden Samstag, den 25. Juni 2022, werden dann noch einmal Lotto King Karl und die Barmbek Dream Boys den Rieckhof rocken, bevor dann endgültig für den Rieckhof als solchen das Licht ausgeht.

Hier geht es zur Fotogalerie des Abschiedskonzerts.

Rieckhof: Lotto sang den letzten Song - Macht der Rieckhof mobil weiter?

Harburg. Der letzte Song ist gesungen, der letzte Ton gespielt, der letzte Vorhang ist gefallen: Gestern am Samstagabend rockten Lotto King Karl und die Im Rieckhof herrschte beim letzten Konzert eine mega Stimmung. | Foto: Niels KrellerBarmbek Dream Boys ein letztes Mal „Live und im Herzen Harburgs“ im Rieckhof Kulturzentrum in der Rieckhoffstraße.

Die Stimmung im gut besetzten Saal war fantastisch. Fast hätte man meinen können, es wäre nicht das letzte Konzert der 38 Jahre alten Harburger Institution. Lotto eröffnete passend: „Aufstehen“ mit der Refrainzeile „Wir werden wieder aufstehen“ hatte an diesem besonderen Abend ebenso eine andere Bedeutung als sonst wie der darauffolgende Song „Glaube, Liebe, Hoffnung“. Vier Zugaben gab Lotto und verabschiedete sich mit einem gesungenen „Auf Wiedersehen, mach’s gut“ von der Location, in der er seit 20 Jahren aufgetreten ist und die er als „Sein Wohnzimmer“ bezeichnet.

„Es war mir eine Ehre“

„Und dann ist es vorbei. Einfach so. Der letzte Song. Die Zugabe nach der Zugabe nach der Zugabe. Nach fast drei Stunden. Den letzten drei Stunden“, schreibt Lotto in seinem facebook-Profil. „Und irgendwie wollten wir nicht nach Hause gehen. Weil es so ein schöner Abend war. Weil es so eine tolle Location ist. Und als ob es Etwas ändern würde, wenn wir noch mal kurz sitzenbleiben und nochmal kurz anstoßen.“

Aber so sei es eben. Man habe Tränen fließen gesehen und gespürt, was es der Crew bedeutet habe. „Und ich hätte so gerne „Bis zum nächsten Mal!“ gesagt…“ Seinen Post schließt Lotto mit den Worten. „Es war uns eine Ehre!“

Hier geht es zur Fotogalerie.

Nun ist auf- und ausräumen im Rieckhof angesagt. Am 30. Juni wird das Haus dem Bezirksamt übergeben. Wann der neue Betreiber den Betrieb aufnimmt, steht noch nicht fest.

Stayin‘ alive: Das Rieckhof Kulturzentrum wird mobil

Aber für die Fans des Rieckhof gibt es einen Hoffnungsschimmer. Wie Jörn Hansen, Geschäftsführer des Rieckhof Kulturzentrum besser-im-blick mitteilte, werde der Rieckhof in Zukunft mobil im Hamburger Süden unterwegs sein. „Dieser einzigartigen Vorgänge hier in Der Rieckhof will mobil weitermachen, so Jörn Hansen. | Foto: Niels KrellerHamburgs rustikalen Süden haben uns erst recht angespornt weiter zu machen“, sagt Hansen.

„Rieckhof on Tour - Live im Herzen Harburgs“ ist das neue Motto. „Wir haben weiter unbändige Lust, Harburg bunter zu machen. Dafür werden wir in wechselnden, auch mal ganz ungewöhnlichen Locations, spannende Veranstaltungen auf die Beine stellen“, führt Hansen aus. Vielleicht könne man ja auch das „Bürgerhaus Harburg“ dazu einmal anmieten. Das sei doch „herrlich“, so Hansen augenzwinkernd.

B-A-C-H: der besondere Klavierabend in Hamburgs ältestem Speicher

Harburg. Der Speicher am Kaufhauskanal im Harburger Binnenhafen nimmt wieder seine kulturellen Aktivitäten auf.  Zum Start verpflichtete Speicher-Chef Henry C. Brinker der renommierten Pianisten Michael Rische, der sein BACH- Programm anschließend beim Leipziger Bachfest aufführt. Rische beleuchtet das Thema BACH aus unterschiedlichsten Perspektiven und streift dabei verschiedene Epochen und Stile Die Programmidee im Speicher am Kaufhauskanal: „B-A-C-H“ – die vier berühmten Töne seines Namens von Bach bis heute.

Debussy’s „Pour le piano“ ist dabei das spielerische Intermezzo in der Mitte des Programmes, das auch ohne die Noten B-A-C-H seine Verbundenheit mit der Bach-Zeit in jedem Satz dokumentiert. Weitere Komponisten des Abends sind unter anderem J.S. Bach, Liszt, Schumann und Rimsky-Korssakow. „Auch in Zeiten des Putin-Kriegs gegen die Ukraine bleibt die Verbundenheit mit der russischen Kultur und Musik“, so Henry C. Brinker.

Michael Rische, geboren in Leverkusen, studierte in Düsseldorf bei Max Martin Stein (Klavier) und bei Milko Kelemen (Komposition). Weitere entscheidende Anregungen erhielt er außerdem durch Rudolf Serkin, Pierre Boulez und Nicolaus Harnoncourt. Seine Zusammenarbeit mit Di rigenten wie z.B. Sylvain Cambreling, Yuri Simonow, Christoph Poppen, Grant Llewellyn, Michael Boder, Wayne Marshall und Orchestern wie der Staatskapelle Berlin, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Orchestre National de Belgique, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern und dem BBC Symphony Orchestra London hat ihm die Konzertsäle in Europa, Israel, den USA und China geöffnet. Michael Rische war „artist-inresidence“beim Internationalen KurtWeill-Festival in Dessau.

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